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Die heiligen drei Könige

Der Feiertag der heiligen drei Könige oder wie er auch genannt wird der Dreikönigstag wird von der Kirche traditionell am 6. Januar gefeiert. In Österreich und einigen deutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Bayern) ist dieser Tag zudem ein "staatlicher" Feiertag. Ursprünglich war in der Bibel nur von "Weisen aus dem Morgenland" die Rede. Im 3. Jahrhundert sprach man dann von den 3 heiligen Königen und im 9. Jahrhundert gab man ihnen die Namen Caspar, Melchior und Balthasar.

Die heilgen drei Könige in der Bibel

Und siehe, der Stern den sie im Morgenland gesehen hatten,
ging vor ihnen her, bis dass er kam und stand oben über,
wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen,
wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus
und fanden das Kindlein mit Maria seiner Mutter,
und fielen nieder und beteten
und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Matthäus 2,9-11

Sternsingen

Das Fest der Erscheinung, des Offenbarwerdens der Gott- und Königswürde Christi ist das zweite Hoch-Fest zur Weihnachtszeit. Es ist auch das Drei-König-Fest, das Fest der drei Magier oder Weisen aus dem Morgenland, von deren Reise dem Stern folgend das Evangelium an diesem Tag erzählt. Die drei Magier, Caspar, Melchior und Balthasar, sind auf Grund der weiten Reise, die sie vom Morgenland nach Bethlehem unternommen haben, die Schutzpatrone der Reisenden. Wirtshäuser mit den Namen "Zum Stern", "Zur Krone" oder zu den "Drei Königen" sind oft nach ihnen benannt. Ihre Gebeine wurden 1163 vom Orient nach Köln in den ihnen zu Ehren gebauten Dom gebracht, und diese Reliquien haben zu Dreikönigsspielen in Kirchen und Klöster angeregt aus welchen sich im Laufe des Mittelalters der Brauch des Sternsingens (Sternsänger) entwickelt hat.


Die Sternsinger erzählten von der Geburt Christi, der Anbetung in Bethlehem und von Herodes und seinem Ende. Verkleidete Männer oder junge Burschen zogen als Dreikönige oder auch als Gefolgsleute eines voraus getragenen Sterns von Haus zu Haus. Sie trugen weiße Hemden, waren als Könige verkleidet oder hatten ortsabhängig bestimmte Kostüme angelegt.

Heute ist das Sternsingen kurz vor und am 6. Januar im deutschsprachigen Raum allerorts üblich, verbunden mit der Segnung des Hauses oder Wohnung.

C+M+B

Im 15. Jahrhundert wurde im deutschsprachigen Raum ein Kreuz zum Schutz vor bösen Geistern auf die Türen gemalt. Daraus entwickelten sich der Haussegen "C+M+B+Jahr, z.B. 2015" - was oberhalb der Türe mit Kreide geschrieben dann etwa so aussieht:

20 * C + M + B * 15


Es steht für "Christus mansionem benedicat", was bedeutet: "Christus segne jenes Haus"

Der Volksmund benennt sie oft fälschlicher Weise auch als Anfangbuchstaben der drei heiligen Könige (Caspar, Melchior und Balthasar).

Durch diese Zeichen liegt auf dem Haus ein Segen, welcher das Böse abhalten soll. Schon aus dem christlichen Altertum sind zahlreiche Anwendungsformen dieser Buchstabengruppe als Schutzformel überliefert, so auch zur Abwendung der verschiedensten Krankheiten vom Kinderfieber bis zur Altersgicht.

In katholischen Gegenden besonders in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, wird mit Kreide an den oberen Türrahmen der Haussegen geschrieben und das Haus mit Weihrauch gesegnet.

Engel mit taube

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